Beginnen Sie lokal: Stadtarchive, Denkmalämter, Handwerkskammern und Innungsregister. Fragen Sie nach Werkstattverzeichnissen, Adressbüchern, Meisterlisten und historischen Anzeigen. Oft verrät ein winziger Eintrag in einer Gewerbezeitung den entscheidenden Hinweis. Ergänzen Sie Online-Recherchen mit Bibliotheken und persönlichen Gesprächen. Verabreden Sie Termine, bringen Sie Fotos und Maße mit, und bitten Sie um Einschätzungen. Eine freundliche, beharrliche Haltung öffnet Schubladen, die sonst geschlossen bleiben, und lässt Netzwerke entstehen, die weit über ein einzelnes Projekt hinausreichen.
Zinken, Gratleisten, Sägespuren und Hobelschläge verraten Werkzeuge, Epochen und Gewohnheiten. Verschraubungen, Holzdübel oder Handvernagelungen helfen beim Datieren. Achten Sie auf Holzartenwechsel, sekundäre Bohrungen, nachträgliche Beschläge und verschobene Schlüsselschilder. Unter Schubladenböden verstecken sich manchmal Lieferantenetiketten, in Rückenwänden Bleistiftnotizen. Leuchten Sie mit schrägem Licht, arbeiten Sie mit Lupe und weichem Pinsel. Dokumentieren Sie alles fotografisch mit Maßstab und Farbkarte, damit Einschätzungen nachvollziehbar bleiben und später nicht vom Gedächtnis abhängig sind.
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